Einmalbestrahlung 2017-10-02T10:52:26+00:00
liac

 

Die Ära der Einmalbestrahlung während der Operation bricht an… 

Was ist eine Einmalbestrahlung?

Bei Patientinnen mit Brustkrebs kann die Strahlentherapie durch die intraoperative Strahlentherapie (IORT) mit einer Einmalbestrahlung während der Operation abgeschlossen werden. Wenn der Tumor operativ aus der Brust entfernt wurde, wird der spezielle Bestrahlungstubus in den Bereich gesetzt, in dem der Tumor vorher war. Nach den nötigen Berechnungen wird eine hochdosierte Bestrahlung dieses Bereichs vorgenommen, wobei gesundes Gewebe geschützt und die Behandlung des Bereichs abgeschlossen wird.

Wie wird die traditionelle Strahlentherapie durchgeführt?

Strahlentherapie wird in speziell geschützten Räumen in den Krankenhausabteilungen für radiologische Onkologie mit „Linearbeschleunigern“ durchgeführt, die Photonen und Elektronen erzeugen. Im fast allen diagnostizierten Fällen von Brustkrebs, die mit „brusterhaltenden Operationen“ (bei der nur der Teil der Brust entfernt wird, in dem sich das Karzinom befindet und der Rest der Brust erhalten bleibt) behandelt werden, ist nach der Operation eine Strahlentherapie erforderlich.

Die Strahlentherapie sollte bei Patientinnen, die eine Chemotherapie benötigen, am besten danach beginnen und bei Patientinnen, die nur mit einer Hormontherapie behandelt werden, mindestens 3 Wochen nach der Operation. Bei Patientinnen, die Bestrahlung der Brust erhalten, werden zu Planungszwecken mit einem Computer zunächst schnittartige Tomografie-Aufnahmen im Abstand von 2 mm gemacht. Anschließend werden Maßnahmen getroffen, um bei den betroffenen zu bestrahlenden Regionen die erforderliche Dosis anzuwenden und die gesunden Organe (Herz, Hauptarterien des Herzens, die Lunge, die andere Brust usw.), die von der Krankheit nicht betroffen sind, zu schützen. Wenn dieser Plan genehmigt ist, erhält die Patientin je nach Schwere der Erkrankung und nach Entscheidung des radiologischen Onkologen 5 bis 7 Wochen lang eine Strahlenbehandlung. Andere Patientinnen erhalten eine kurzfristige Behandlung, die Hypofraktion genannt wird und 3 Wochen dauert.

Vorteile der Einmalbestrahlung

Bei der Einmalbestrahlung mit intraoperativer Strahlentherapie (IORT) wird ganz ähnlich wie bei der traditionellen Strahlentherapie ein Linearbeschleuniger eingesetzt. Dieses Verfahren wird in einem Operationsraum mit einem sicheren, tragbaren Gerät durchgeführt, das linear und beschleunigend wirkt und nur Elektronenenergie erzeugt, vor der sich das Personal im Gegensatz zu traditionellen Linearbeschleunigern jedoch nicht besonders stark schützen muss. Zusätzlich zu dem Chirurgen-Team, das die Operation durchführt, sind ein radiologischer Onkologe und ein Medizinphysiker im OP-Saal anwesend. So kann die Strahlenbehandlung gleichzeitig mit der Operation erfolgen. Ein wesentlicher Vorteil für die Patientin ist, dass nach sie der Operation nicht warten muss, bis die Wunde verheilt ist oder die Strahlentherapie planen und das Krankenhaus für die Behandlung täglich aufsuchen muss. Die gesamte Behandlungsdauer kann so verkürzt werden.

Wenn der Tumor operativ aus der Brust entfernt wurde, wird der spezielle Bestrahlungstubus während der Operation in den Bereich gesetzt, in dem der Tumor vorher war. Nach den nötigen Berechnungen wird die hochdosierte Bestrahlung nur in diesem Bereich vorgenommen und gesundes Gewebe vollkommen geschützt. Obwohl die Einmalbestrahlung oder die Anwendung verschiedener Verfahren zur Bestrahlung des Tumor-Bereiches, nicht aber der ganzen Brust, sich in den letzten Jahren zu global anerkannten Methoden entwickelt haben, ist die Einmalbestrahlung nicht für jede Patientin die geeignete Behandlungsmethode. Die Entscheidung darüber, ob eine Patientin für diese Behandlungsmethode geeignet ist, wird von dem radiologischen Onkologen, dem Chirurgen und dem Pathologen, die direkt für die Patientin zuständig sind, gemeinsam getroffen. Das Alter der Patientin sowie die Größe des Tumors und andere pathologische Eigenschaften des Tumors spielen bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle.

Wer erhält eine Boost-Bestrahlung?

Patientinnen zwischen 50 und 60 werden für die Einmalbestrahlung in der Regel nicht als ideale Kandidatinnen angesehen. Bei diesen Patientinnen ist es erforderlich, den Tumor-Bereich zu bestrahlen, nachdem bereits die ganze Brust mit der traditionellen Methode bestrahlt wurde. Wenn die Behandlung der ganzen Brust nach 25 bis 28 Arbeitstagen (ohne Wochenende) abgeschlossen wurde, wird in Abhängigkeit von der Patientin und der individuellen Umstände in 5 bis 8 Arbeitstagen nur der Bereich, in dem sich der Tumor befand, bestrahlt. Die Bestrahlung des Tumor-Bereiches wird Boost-Bestrahlung genannt. Dank der IORT-Methode kann die Boost-Bestrahlung während der Operation als Einmalbestrahlung erfolgen. Nach dem Eingriff wird die ganze Brust bestrahlt. Durch dieses Vorgehen wird die gesamte Behandlungszeit verkürzt.

Bestrahlung des Brustwarzenbereiches

Brusterhaltende Operationen sind für einige Patientinnen nicht geeignet. Bei Patientinnen, bei denen die ganze Brust abgenommen werden muss, wird die Brustwarze und der Bereich darum aus kosmetischen Gründen erhalten. Dieses Verfahren wird brustwarzenerhaltende Mastektomie genannt. Die Brustwarze und das Gewebe direkt darunter werden mit einer Einmalbestrahlung mit der IORT-Methode behandelt, um das Risiko der Wiedererkrankung zu verringern. Die Boost-Bestrahlung ist in der Türkei erstmalig am Acıbadem Maslak Hospital Breast Health Center möglich.