Cochlea-Implantat-Zentrum 2017-10-02T10:52:30+00:00

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Was ist ein Cochlea-Implantat?

Ein Cochlea-Implantat (bionisches Ohrimplantat) ist eine computergestützte Vorrichtung, die das Hörvermögen bei Personen mit schwerem bis gravierendem sensoneuralen Hörverlust (Nervtaubheit) teilweise wiederherstellen kann. Dabei handelt es sich um die einzige medizinische Technologie, mit der einer der fünf Sinne wiederhergestellt werden kann. Es kann mit Cochlea-Implantaten Personen denen Hörhilfen nur wenig nützen, geholfen werden. Mehr als 400.000 Kinder und Erwachsene profitieren weltweit von Cochlea-Implantaten. Anders als bei konventionellen Hörhilfen werden bei Cochlea-Implantaten die vernommenen Geräusche nicht verstärkt, sondern in elektrische Signale umgewandelt. Hörhilfen erfordern funktionstüchtige Haarzellen im Innenohr, wohingegen Cochlea-Implantate die beschädigten Haarzellen umgehen und Sprache und Geräusche in elektrische Signale umwandeln, die an die Hörnerven weitergeleitet werden.

Ein Cochlea-Implantat besteht aus folgenden zwei Hauptkomponenten:

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  1. Ein Komponent im Inneren, das aus einer kleinen elektronischen Vorrichtung besteht, die chirurgisch unter die Haut hinter dem Ohr eingesetzt, mit Elektroden verbunden und anschließend in die Hörschnecke eingesetzt wird.
  2. Ein Komponent im äußeren Bereich, das hinter dem Ohr getragen wird und die aus einem Sprachprozessor, einem Mikrofon und einem Batteriefach besteht.

Mit dem Mikrofon werden Geräusche empfangen, die der Sprachprozessor in bestimmte elektrische Signale umwandelt. Diese Signale oder „Codes“ werden durch ein dünnes Kabel zu der Komponente hinter dem Ohr geleitet, wo sie durch Radiowellen durch die Haut an die implantierten Elektroden in der Hörschnecke übertragen werden. Die Signale der Elektroden veranlassen die Hörnerven, die Informationen an das Gehirn zu senden, wo sie als sinnhafte Geräusche erkannt werden.
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Cochlea-Implantat-Operationen

Die Operationen für Cochlea-Implantate werden normalerweise als ambulante Eingriffe unter Allgemeinanästhesie durchgeführt. Hinter dem Ohr wird ein kleiner Einschnitt vorgenommen, um den Warzenfortsatz zu öffnen und somit den Zugang zum Mittelohr freizulegen. Sobald das Mittelohr freiliegt, wird die Hörschnecke geöffnet und die Elektroden des Implantats werden eingesetzt. Die elektronische Vorrichtung am Ende der Elektroden wird dann unter der Haut hinter dem Ohr eingesetzt.

Dieser Eingriff kann bei Menschen ab einem Alter von 12 Monaten vorgenommen werden, denen Hörhilfen nicht helfen.

Das Cochlea-Implantations-Team

Unser Cochlea-Implantations-Team besteht aus einem Neurootologie-Chirurgen und zwei Audiologie-Fachärzten mit tiefgehender Expertise in der Ohren-Pathologie. Die präoperative Beurteilung, Messungen während der Operation und postoperative Rehabilitation für jeden Patienten werden mit modernsten Technologien präzise durchgeführt. Der operative Eingriff wird mit den modernsten medizinischen Geräten durchgeführt und ist daher absolut sicher.