Bauchdeckenstraffung 2017-10-25T16:37:41+00:00

Die Bauchdeckenstraffung ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die allgemein als „Bauchfalte“ bekannte, schlaffe Haut und das Fett vom mittleren und unteren Bauch entfernt werden und die Bauchwandmuskulatur gefestigt wird. Durch dieses Verfahren wird der überstehende Bauch extrem verkleinert. Sie sollten jedoch wissen, dass sich Narben bei dieser Operation nicht vermeiden lassen; je nach Umfang des zugrunde liegenden Problems und der Art der nötigen Operation, um das Problem zu beheben, kann die Narbe von einer Hüfte bis zur anderen reichen und etwa zwei Mal so lang wie die Narbe bei einem Kaiserschnitt sein.

Am besten eignet sich die Bauchdeckenstraffung für Frauen und Männer, die im Vergleich zum Rest ihres Körpers eine überschüssige Fettansammlung im Bauchbereich haben, welche nicht auf Diäten oder Sport reagieren. Die Operation ist für Frauen günstig, die eine oder zwei Schwangerschaften hinter sich haben, bei denen die Bauchmuskeln und die Haut über jegliche Behebungsmöglichkeit gedehnt worden. Die Bauchdeckenstraffung kann auch bei älteren Patienten durchgeführt werden, um den Elastizitätsverlust der Haut aufgrund von leichtem Übergewicht zu korrigieren.

Patienten, die viel Gewicht verlieren möchten, sollten jenen chirurgischen Eingriff verschieben. Auch Frauen, die ein Kind zur Welt bringen möchten, sollten die Operation bis nach der Schwangerschaft aufschieben, da die bei dem Eingriff gefestigten Bauchmuskeln sich während der Schwangerschaft wieder trennen. Wenn Sie zuvor schon andere Bauchoperationen außer einem Kaiserschnitt gehabt haben, dann wird Ihr Arzt Ihnen diese Operation wahrscheinlich nicht empfehlen, da ein potentielles Risiko durch die Bauchdeckenstraffung besteht.

Die Operation

Je nach Umfang der geplanten Operation kann die Bauchdeckenstraffung 2-4 Stunden dauern. Kleine Bauchdeckenstraffungen dauern 1-2 Stunden.

Bei der Bauchfaltenoperation macht der Chirurg einen Einschnitt am oberen rechten Schambereich von einem Hüftknochen bis zum anderen. Ein zweiter Schnitt wird gesetzt, um den Bauchnabel vom umgebenden Gewebe abzutrennen. Der Schnitt ist bei einer Teilbauchdeckenstraffung wesentlich kürzer und die Position des Unterleibs verändert sich nicht.

Bei der Bauchdeckenstraffung trennt der Chirurg die Haut von der Bauchwand in jeder Richtung zum Brustkorb hin und hebt einen großen Teil der Haut an, damit die Bauchmuskeln sichtbar werden. Die Bauchmuskeln werden in der Mitte zusammengelegt und an ihrer neuen Position vernäht und zusammengezogen. Dieses Verfahren strafft die Bauchwand und verringert den Taillenumfang.

Anschließend wird die Haut nach unten gezogen und überschüssige Haut wird entfernt. Ein neuer Bauchnabel wird geformt und an seiner neuen Position festgenäht. Zum Schluss werden die Schnitte zugenäht und der Patient wird vorübergehend intubiert, damit sich keine Flüssigkeiten im operierten Bereich ansammeln.

Bei einer kleinen Bauchdeckenstraffung wird nur die Haut zwischen dem Einschnitt und dem Bauchnabel abgetrennt. Die Haut wird nach unten gezogen, der überschüssige Teil entfernt und die restliche Haut wieder angenäht.

Nach der Operation

In den ersten paar Tagen wird der Bauch wahrscheinlich anschwellen und Sie werden Schmerzen und Unwohlsein verspüren, was mit Medikamenten in den Griff zu kriegen ist. Je nach Umfang der Operation können Sie nach 1-2 Tagen entlassen werden.

Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie Sie sich duschen und die Bandagen wechseln sollten. Obwohl es am Anfang sehr schwierig sein wird zu stehen, sollten Sie so früh wie möglich mit dem Laufen beginnen.

Die meisten Fäden in der Haut werden nach 5-7 Tagen gezogen, andere Fäden werden sich selbst auflösen. Anstelle von Bandagen kann auch Stützkleidung auf dem Schnitt getragen werden.